Das Aus für ein paar Projekte

Der Point drüben gab den Anstoß für diesen Blogbeitrag. Sie verkündete das Ende ihrer Teilnahme am Projekt 52.

Auch ich habe mit dem Gedanken gespielt, bei zwei Fotoprojekten aufzuhören. Wollte mir aber die Blöße nicht geben, nicht bis zum Ende durchgehalten zu haben. Aber warum? Schließlich ist das alles reines Privatvergnügen und ich habe es aus Spaß an der Freude begonnen. Sobald es keinen Spaß mehr macht und man sich selbst unter Druck gesetzt fühlt, sollte man aufhören.

Ich steige also aus bei: Projekt 52 und Farbe bekennen. Projekt 52 fällt mir besonders schwer, das ist schließlich das erste Fotoprojekt überhaupt gewesen, an dem ich teilgenommen habe. Zu Anfang fand ich die Limitierung auf eine bestimmte Figur noch spannend und das Monchi hat mich die ganzen Wochen über treu begleitet 😆 Doch inzwischen reizt mich die Limitierung eben nicht mehr, sie setzt mir zu enge Grenzen und frustriert mehr, als dass es mir Spaß macht. Ähnlich geht es mir beim Projekt Farbe bekennen. Auch hier fühle ich mich zu sehr an die Farbvorgabe gezwungen (wie der Name schon sagt 😆 ).

Scheinbar liegen mir die Projekte nicht, die auf eine bestimmte Sache limitiert sind. Beispielsweise „Zack die Linse“ und „Formen/Muster“ sind/waren toll, weil ich da nichts Bestimmtes (eben wie eine Figur oder eine Farbe) in mein Bild einbauen muss, sondern mich voll und ganz auf das Thema allein konzentrieren kann. Mir wird das eine Lehre für 2011 sein, mir die Projekte besser auszusuchen. Lieber ein paar weniger, dafür aber welche, die mir viel Freiraum lassen und bei denen man vielleicht auch nicht gezwungen ist, wirklich jedes Thema zu machen.

Außerdem habe ich mich zu Beginn des Jahres bei der „Ich bilde mich weiter“-Lesechallenge angemeldet. Aus jedem Genre sollt ein Buch gelesen werden. Tja, ich konnte ja nicht ahnen, dass mich in der frühen Mitte des Jahres eine extreme Leseunlust packt, die bis heute anhält – und das, obwohl ich eine ziemliche Leseratte bin. Mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) wächst zusehends… auch hier steige ich aus.

Nun sehe ich das für mich nicht als Scheitern an – es ist halt so, ich war mal wieder zu übereifrig und wollte überall mitspielen :mrgreen: 2011 kommt bestimmt, mit vielen tollen Projekten, die die kreativen Blogger und Bloggerinnen auf die Beine stellen werden. Die werde ich dann alle genau unter die Lupe nehmen und mir die für mich passenden Projekte aussuchen. Denn eins ist klar: Spaß machen sie mir und man kann so viel dazulernen.

25 thoughts on “Das Aus für ein paar Projekte

  1. Im September hatte ich ja ein paar Wochen kein PC bzw. Lappi gehabt ~ danach bin ich bei Projekt 52 und bei Farbe bekennen garnicht wieder eingestiegen.

    Ich mag auch Projekte wie ~ Underfoot oder Color Key 😛

    LG
    Kathrin

  2. Die Phase hat jeder mal und die darf man auch haben. Oft stellt man eben erst im Laufe eines Projektes fest, dass es nichts für einen ist und bevor man nicht 100 % hinter einer Sache steht, sollte man aufhören, denn dann wird das Ergebnis auch nicht 100 % zufriedenstellend für einen selbst.

    Bin gespannt, was du als nächstes in Angriff nehmen wirst 🙂

    Das mit der Lese-Unlust kann ich absolut nachvollziehen. Ich war immer eine Mega-Leseratte. Aber seit ca. 2 Jahren lese ich kaum noch. Woran es liegt … keine Ahnung *grübel*

  3. Ich finde, du machst das absolut richtig und habe mich schon des öfteren so entschieden. Wir tun das hier ja zu unserem Vergnügen. Und wenn’s dann nicht passt, sollte man es sein lassen. Genau wie du bin ich ebenfalls beim Projekt 52 und bei „Farbe bekennen“ ausgestiegen. Beide Projekte liefen bereits 2009 und im Grunde gab es keine besonderen Anreiz mehr. Zack die Linse finde ich bisher gut, aber beim aktuellen Thema werde ich vermutlich passen. ich bin kein Kinogänger und habe null Bezug zum vorgegebenen Thema. Find ich aber nicht schlimm, mach ich halt dann beim nächsten wieder mit.
    Lieben Gruß
    Elke

  4. Ich denke, Du siehst das ganz richtig. Wenn Freizeitspaß zur anstrengenden Verpflichtung wird und einem dabei irgendwann der Spaß verloren geht, sollte man mutig genug sein, einen Schlussstrich zu ziehen.
    Schade finde ich natürlich die spektakulären Bilder, die uns dabei durch die Lappen gehen. 😉

  5. Cam unsharp und cam underfoot machen wir auch Spaß. Eben genau aus dem Grund, dass ich dann fotografieren kann, wenn ich Lust habe und das fotografieren kann, was mir gefällt. Mir geht es wie dir, die anderen Projekte engen mich zu sehr ein. Ich lese aber immer gerne die Beiträge darüber. 🙂
    LG Ute

  6. @marlene/paleica: So unterschiedlich kann man das sehen… Für mich ist gerade diese feste Figur die interessante Herausforderung beim P52. Letztes Jahr hab ich meist eher gelangweilt Bilder gemacht, da die Themen oftmals keinerlei Überlegungen forderten.

    1. 🙂
      Deine Umsetzungen sind aber auch immer total top 🙂

      Möchte ja wohl mal bei dir ne Stubenfliege sein, damit man mal in deine Legowelt eintauchen kann 😉

      Vielleicht habe ich die falsche Figur, ich weiß es nicht.

      LG
      Marlene

      1. Bei den Legofrauen gibt es an Haaren nur kurz, mit Pferdeschwanz oder lang. Sag mir die Farbe noch dazu und du bekommst deine eigene Figur und kannst in meine Welten mit eintauchen 🙂
        Von der Marktfrau bis zur Königin ist fast alles möglich.
        Juvi oder Freidenkerin haben bei mir auch schon ihre eigene Figur 🙂

        Was das P52 angeht, da ist natürlich das Spektrum mit und innerhalb von Lego weitaus größer und machbarer als mit einer normalen Figur. Da muss ich dir natürlich recht geben, dass ich da gewisse Vorteile bei der Umsetzung habe.

  7. ich finde es gut, dass du aufhörst. mir gehts ja ähnlich. es macht mir nicht mehr wirklich spaß. ich hab mir selbst die schmucklimitierung bei farbe bekennen gesetzt und mir wird schon selber langweilig damit. aber da sind nur noch ein paar themen, das schaff ich noch. das p52 werde ich auch beenden, ob ich nächstes jahr wieder mitmache weiß ich aber noch nicht. durch die figur wird der spielraum tatsächlich mehr eingeschränkt, als man denkt.
    ich brings nicht über mich, aufzuhören. das liegt aber an meinem ehrgeiz /=

  8. Schade ist es schon , fand deine Fotos immer toll 🙂
    Aber du wirst uns ja weiterhin mit deinen supertollen Fotos beglücken *höppel* 🙂

    zum P52 .. so richtig Spaß macht es mir auch nicht, denn ich muss manchmal echt überlegen, wo kannst du Ralfi mit einbauen und das ist gar nicht so einfach 😕 So kommt es oft vor, dass ich einfach etwas mache…. so richtig zufrieden bin ich meist nicht 😉 Ich versuche es dieses Jahr noch zu machen, mal schauen wie es nächstes Jahr aussieht. Den die Thema an sich sind ja nicht schlecht, nur die fixe Figur dazu bremst einen oft

    LG
    Marlene

  9. Ich gebe Dir recht: Man will doch Spaß an den Projekten haben und wenn man während des Ablaufes merkt, daß das Projekt doch nicht so ganz paßt, nun dann ist das eben so. Ohne Teilnahme hätte man das schließlich nicht gewußt, oder?

    Also genieße das fotografische (und literarische) Entdecken weiter, so, wie Du es magst, Melli! Und Monchi schaut vielleicht – so wie Fred, Pashieno? – immer mal wieder vorbei?!

  10. Ich tu mich auch immer schwer damit, bei so etwas auszusteigen, aber Du hast es schon absolut richtig gesagt: es soll ja auch Spass machen und kein Zwang sein.
    Ich fand die Vorgaben manchmal auch ganz schön schwierig und war schwer beeindruckt, was Euch alles so eingefallen ist.
    Allerdings wird mir Monchi sicher fehlen 😉 Bin gespannt auf Deine Auswahl für 2011!

  11. Ich hab einige Projekte gleich ausgelassen und bei anderen bin ich uch ausgestiegen. Bloggen soll ja Spaß machen und keinen Stress auslösen.

    Deswegen mag ich die Projekte „Underfoot“ und „Unsharp“: Keinerlei Vorgaben. Man macht etwas, wenn man dazu Lust hat.

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