Ich fotografiere, Du fotografierst, wir fotografieren

Beim lieben Moudschegiebchn gefunden und mitgemacht :mrgreen:

Warum fotografiere ich?

Mich erinnert die Fotografie an die Malerei. Man kann anderen Menschen zeigen, wie man selbst die Welt erlebt oder wie man sie gern erleben möchte. Mich fasziniert zunehmend der Prozess nach dem Fotografieren an sich; das bearbeiten, das manipulieren – so lange, bis ich zum Beispiel meine, in einem Zauberwald gestanden zu haben. Aber auch das Fotografieren selbst – ich nenne es schon noch eher knipsen, was ich mache – ist sehr reizvoll, spannend, interessant und – vor allem – fordernd (und natürlich auch fördernd).

Trotzdem gibt es immer wieder Phasen, in denen ich absolut unkreativ bin und/oder einfach keine Lust habe, zu fotografieren.. manchmal genieße ich diesen Zustand, doch dann nervt es mich und wenn die Unlust und Unkreativität zu groß ist, zücke ich seit Neuestem einfach mein iPhone (wie gerade erst erwähnt) und knipse drauf los.

Kurzum gehört eine (welche auch immer) Kamera einfach zu mir, man trifft mich selten ohne und es ist spannend, was man alles lernen kann (und muss)..

Warum fotografiere ich nicht?

Eigentlich erübrigt sich die Frage, ich tu’s doch. Dennoch gibt es hin und wieder Situationen, in denen ich nicht knipse, weil ich mir doof vorkomme. Kann das jemand nachvollziehen? Wenn ich alleine unterwegs bin, habe ich noch immer Hemmungen, meine Kamera hervorzuholen und zu fotografieren. Wie oft sind mir schon die tollsten Motive abhanden gekommen deswegen?

Eigentlich wollte ich das Stöckchen gerade drei Personen zuwerfen, habe mich aber doch dagegen entschieden und lasse es einfach liegen :mrgreen:

4 Comments

  • natira

    10. August 2010 at 20:30 Antworten

    Dein Ansatz, also Deine Motivation zum Fotografieren gefällt mir. Und ich finde ihn auch spannend.

    Bis vor gar nicht so langer Zeit habe ich Fotos nur gemacht, um etwas zur Erinnerung festzuhalten. Erst durch die Projekte, die ich bei auch bei Dir verfolgt habe, bin ich darauf gekommen, daß Fotografie auch Kreativität bedeutet. Das kann man an den Perspektiven, der Bearbeitung, dem Blick für das Detail und den Fragen erkennen … Für mich bedeutet es immer noch hauptsächlich, Kreativität bei der Umsetzung der Themen zu entwickeln, also mehr vor dem fotografischen Akt kreativ zu sein und nicht so sehr während bzw. nach dem Akt. Aber bei Dir – z.B. in der Zauberwaldserie – sehe ich auch die anderen Aspekte! Das finde ich äußerst spannend!

    Lg Natira

  • Frau Fröhlich

    10. August 2010 at 13:03 Antworten

    Melli … irgendwie könnte ich den Text geschrieben haben … meine Antworten decken sich mit den deinen zu 99,9 %. Lediglich die Aussage, dass ich alleine meine Kamera nicht unbedingt zücke, trifft nicht auf mich zu 🙂

    • taytom

      10. August 2010 at 14:07 Antworten

      Wenn ich GANZ alleine bin, dann zück ich sie schon.. also allein im Wald oder auf weiter Flur oder so 😆 Dann macht’s mir auch nix aus, wenn Leute vorbeikommen.. aber in der Stadt zum Beispiel habe ich immer so meine Hemmungen 🙄

  • Moudschegiebchn

    9. August 2010 at 14:53 Antworten

    Den ersten Satz finde ich schön. (: Erinnert mich auch an diese Werbung wo eine Frau sagt: „Kunst fängt da an, wo Worte aufhören.“ Also. So ähnlich. 😉

    Dass du manchmal aber nicht fotografierst weil du Hemmungen hast, kenne ich. Hatte/habe ich auch, aber zum Großteil mache ich es trotzdem. Und dann amüsiere ich mich, was für ein „Respekt“ die Leute plötzlich haben. 😀
    „Ohh guck mal Hansi, da das Mädchen! (*an Arm ruck*) Da können wir jetzt nicht duch, du siehst doch dass sie da Fotos macht!“

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